So können Sie Ihre Markise reinigen

Damit Ihre Markise möglichst lange erhalten bleibt, sollten Sie Ihren Sichtschutz in regelmäßigen Abständen – vor und nach dem Winter – reinig...

Wind, Wetter, Niederschlag und die pralle Sonneneinwirkung setzen dem Material auf Dauer zu. Durch eine möglichst schonende Reinigung vor dem sommerlichen Dauereinsatz und nach der kalten Jahreszeit bleibt der Sonnenschutz stets top-gepflegt.

Verschiedene Witterungseinflüsse hinterlassen Spuren auf dem Stoff der Markise. Diese sind mit zunehmender Anhaftung ausgesprochen hartnäckig und schwer zu entfernen. Das Ergebnis permanenter Pflege macht aus diesem schicken Accessoire für Terrasse, Balkon oder Wintergarten einen wertigen Sonnenschutz, der Ihnen möglichst lange Freude bereitet. Wie sie möglichst einfach zu einem Top-Reinigungsresultat gelangen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Das moderne Markisentuch braucht spezielle Pflege

Klassische Sonnenschutzstoffe werden aus textilen Fasern gefertigt. Traditionell und vor allem wegen seiner Robustheit wurden Markisen häufig aus Segeltuch hergestellt. Heute muss eine Markise wetterfest, formstabil, UV-beständig, reißfest und dehnbar sein. Aber vor allem sollte sie leicht und in vielen individuellen Varianten montierbar sein. Hoch strapazierfähige Kunstfasern wie Acryl, Polyester oder PVC haben gegenüber Naturfasern einen entscheidenden Vorteil: Sie wirken der Entwicklung von hässlichen Schimmel- und Stockflecken entgegen und trocknen wesentlich schneller. Zudem behalten sie länger ihre Farbe, Form und Beschaffenheit.

Die moderne textile Struktur des Webstoffes liefert mit stärkeren Schussgarnen den optimalen Rückhalt. Besonderen Einfluss auf die Eigenschaften des Markisentuchs nehmen die thermisch verschweißten oder verklebten Kunstfasern, denn sie halten besser als jede maschinell gesetzte Naht. Eine Beschichtung mit Kunstharz macht das Markisentuch stabiler und wirkt wie eine Imprägnierung, die das Material vor Pilzen und Schmutz schützt. Außerdem erhöht diese sogenannte Appretur die diagonale Festigkeit des Markisenstoffs.

Hochwertige Schattenspender sind weniger anfällig für Knicke, verfügen über enge Zwischenräume der Fäden und brauchen somit auch weniger Imprägnierung. Tipp: Verwenden Sie zur Reinigung Ihrer Markise keinen Hochdruckreiniger! Dieser beschädigt Material und Nähte.

Wie kann ich meine Markise reinigen?

Mit den richtigen Tipps ist die Reinigung des geliebten Schattenspenders ein Leichtes. Zunächst sollten grobe Verschmutzungen vorsichtig mit einer sanften Bürste vom Sonnenschutz entfernt werden. Diesen ersten Schritt sollten Sie im trockenen Materialzustand vornehmen. Erst im Anschluss das Tuch etwas benetzen und den haftenden Dreck mit den weichen Borsten lösen. Mit dem Wasserstrahl eines Gartenschlauchs lässt sich der lose Schmutz danach problemlos entfernen. Handelt es sich bei den Verschmutzungen lediglich um kleine Schmutzstreifen, können diese auch mithilfe eines Radiergummis abgerieben werden.

Bei Flecken unterschiedlichen Ursprungs liefert eine milde Lösung aus Reinigungsmitteln die perfekte Unterstützung. Dazu rücken Sie mit dem unschönen Schatten auf Ihrer Markise einfach mit einem weichen Schwämmchen zu Leibe. Um die Imprägnierung zu erhalten, spült man die Markise anschließend nur mit reinem Wasser ab. Damit sich nach der Markisenreinigung keine Schimmelpilze ausbreiten, Stockflecken bilden oder Algen das Tuch besiedeln, muss der Sonnenschutz gut trocknen.

Unser Tipp: Das Sonnendach nach der Reinigung nicht unmittelbar einfahren! Lassen Sie dem Markisenstoff Zeit zum Abtrocknen. So bleibt diese in ihrer ganzen Farbpracht erhalten.

Markisenreinigung mit bewährten Hausmitteln

Um Ihre Markise zu reinigen, haben Sie die Wahl zwischen herkömmlichen Reinigungsmitteln und Hausmitteln. Legen Sie selbst Hand an, treffen Sie eine Entscheidung zwischen Spezialreinigern, die sich als chemikalische Alleskönner erweisen und Hausmitteln, deren Kraft aus der Natur kommt. Zum Wohle Ihrer Gesundheit und auch um Ihren Garten zu schonen, sollten Sie, sofern Sie das möchten, auf chemische Bomben verzichten und Ihre Markise weitgehend neutral reinigen. Etwas anders ist die Situation bei Schimmel- und Pilzbefall. In diesen Fällen eignen sich Fungizide am ehesten für einen dauerhaften Erfolg.

Hartnäckige Flecken auf der Markise wirksam entfernen

Sie möchten besonders widerstandsfähige Flecken aus Ihrem Markisenstoff herauslösen? Dann ist ein feuchtes Säubern Ihres Schattenspenders das Mittel der Wahl. Einen speziellen Markisenreiniger benötigen Sie dafür nicht. Mischen Sie dazu lauwarmes Wasser mit einer Temperatur von maximal 40 Grad Celsius mit einem normalen Feinwaschmittel. Sind beide Bestandteile bestens vermengt, einfach einen Schwamm eintauchen und die Flüssigkeit auf den Sonnenschutz auftragen, bis die Stelle ordentlich schäumt.

  • Lauge mindestens 15 Minuten einwirken lassen.
  • Mit klarem Wasser abspülen.
  • Feuchte Markise unbedingt vollständig abtrocknen lassen.

Tipp: Vermeiden Sie den Einsatz von harten Schwämmen oder Bürsten. Damit strapazieren Sie den Markisenstoff nur unnötig.

Wirksame Reinigungsmittel gegen verschmutzte Markisen

  • Vogelkot: Fleck mit Salz, Essig, Gallseife oder Flüssigwaschmittel einweichen
  • Algen, Grünbelag: waschaktive Substanzen, Grünbelagentferner
  • Schimmel: Schimmelentferner ohne Chlor, Essigwasser
  • Stockflecken: Essig, Brei aus Wasser und Backpulver, UV-Strahlung

Tipp: Spezielle Markisenreiniger haben keinen Chloranteil, um Material und Farbe zu schützen. Achten Sie bei herkömmlichen Reinigungsmitteln vor der Anwendung darauf, dass keine Bleiche enthalten ist.

Falls alle Reinigungstipps nicht helfen, können wir auch gerne für Sie Ihre Markise neue beziehen.